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Neuseeland

Auf in den Süden zum Abel Tasman National Park

Wie schon erwähnt hatten wir eine erstaunlich ruhige Fährfahrt durch die Cook-Straße und den Queen-Charlotte-Sound. Wie immer war das große Schiff Pauls Highlight des Tages. Für den nächsten Tag hatte wir eine längere Wanderung im Abel Tasman National Park geplant. Daher sind wir noch ein Stück in diese Richtung gefahren, um halbwegs in der Nähe zu übernachten.

Unsere Tageswanderung begann mit einer Wassertaxifahrt zur Bark Bay begonnen und hat nach ca. 29 km – Christina wollte unbedingt einen Umweg zu den Cleopatra Pools gehen (+5 km) – wieder im Startdorf Marahau geendet. Die Wanderung war wirklich wunderschön, das Wetter war hervorragend – das Warten in Wellington hat sich ausgezahlt.

Nach der Wanderung gings zu einem nicht zufriedenstellenden KFC-Besuch… Danach hat uns das Sandmännchen abgeholt 😉

Wellington, länger als erwartet

Hallo mal wieder,

wir sind in Wellington. Das Wetter war die letzten Tage sehr stürmisch und wechselhaft, daher wurde unser Aufenthalt hier unfreiwillig um ein paar Tage verlängert. Grund, die Fährlinien zwischen den Nord- und Südinsel (Cook Straße) verkehrte Donnerstag und Freitag nicht, da es angeblich bis zu 13m hohe Wellen gab und es zu gefährlich gewesen wäre – 13 Meter hohe Wellen sind wohl auch zu viel für große Schiffe. Am Samstag waren alle Fähren ausgebucht, so haben wir uns einen Platz für Sonntag in der Früh ergattern können.

Der Weg nach Wellington war aufregend. Die Küstenstraße ging nur ein paar Meter über dem Mehr entlang. Bei jeder größeren Welle hatte man das Gefühl die Scheibenwischer einschalten zu müssen 😉

Positiver Nebeneffekt: wir hatten anstatt eines Tages nun 3 Tage um Wellington kennen zu lernen…. eine der besten Fügungen bisher. Wellington ist nicht nur als Stadt sehr schön, sondern bietet auch kulinarisch wahnsinnig viel! – Genau nach Pauls Geschmack.  Wir waren am Freitag auf einem Night Market mit unheimlich vielen Essensständen –  überall gab es was anderes zum Essen. Meist asiatisch und wahnsinnig lecker! Am Samstag haben wir dann den Capital Market entdeckt….. Paul würde am liebsten sofort hier einziehen.. Viele Stände mit unterschiedlichsten Gerichten, besonders erwähnenswert sind die Chinesischen Crepes – das wahrscheinlich beste asiatische Gericht der letzten Monate!

Neben dem Essen haben wir uns in Wellington in den letzten Tagen auch die Weta Caves angesehen. Dabei handelt es sich nicht um eine Höhle, sondern um ein sehr bekanntes Film Studio aus Neuseeland. Weta hat die „Herr der Ringe“ Filme mitgestaltet, bei den Avengers mitgewirkt, die Chroniken von Narnia zum Leben erweckt, Avatar erschaffen und noch an vielen weiteren Filmen mitgewirkt.

Die Stadt an sich ist wunderschön. Vom Mount Victoria aus überblickt man große Teile der Stadt samt dem kleinen Flughafen, auf dem, trotz des fürchterlich schlechten Wetters sehr viel los war. Hätte das Wetter nicht mit Hagel am Mt. Viktoria auf uns reagiert, wären wir da sicher länger als 15 Minuten verharrt 😉 Der Stadtkern ist sehr überschaubar und damit super zu Fuß zu erkunden. Das Museum von Neuseeland „Te Papa“ ist sehr groß und frei zugänglich und so haben wir uns dort eine Zeit lang vor dem Sturm und Regenwetter versteckt. Dann sind wir mit unseren Regenjacken und dem hiesigen Cable Car zum botanischen Garten gefahren und hindurch spaziert.

In und rund um Wellington wurden viele Szenen aus „Herr der Ringe“ gedreht. Einige davon haben wir besucht, allerdings ist davon natürlich nichts mehr all zuviel im Originalzustand. In Rivendell, auch Bruchtal genannt, gibt es noch einen Torbogen der Elbenstadt. Aber auch der wurde nachträglich von der Regionalverwaltung da aufgestellt. Wir waren in den Gärten von Isengard und spazierten durch den Wald, in den die Hobbits im ersten Film vor dem Nazgûl geflüchtet sind.

Wir hatten sehr angenehme Tage hier in Wellington, sind sehr wenig Auto gefahren und übernachteten fast mitten in der Stadt. Alleine wegen den kulinarischen Köstlichkeiten müssten wir hier eigentlich noch länger bleiben… Aber die Südinsel hat auch noch so viel zu bieten, dass wir die Fährfahrt morgen kaum noch erwarten können! Auch wenn Christina auf Schiffen oft seekrank wird…..

Liebe Grüße, Christina und Paul

Stinkende Quellen und verschneite Vulkane

Nach unserem Ausflug ins grüne Hügelland von Mittelerde ging weiter Richtung Schicksalsberg – Mount Ruapehu. Zwischendurch haben wir ein paar Orte besucht, an denen wir Christinas gefürchteten Schwefelgeruch nicht entkommen konnten. Rotorua, bekannt für seinen typischen Schwefelsauerstoffgeruch, gilt als Kurort. Wir können uns absolut nicht vorstellen wie man hier entspannen soll, wobei, vielleicht gewöhnt man sich mit der Zeit ja an den Geruch. Wir haben uns den Lake Rotorua mit seiner milchigen Schwefelfarbe angesehen und sind dann noch zum Green und Blue Lake gefahren, wobei wir farblich keine markanten Unterschiede erkennen konnten. Mag sein, dass das mit dem etwas regnerischen, bewölkten Wetter zu tun hatte. Das Wetter ändert sich hier (gefühlt) alle 15 Minuten, blauer Himmel – Regen und Sturm – Sonnenschein – leicht bewölkt…..

Besonders toll fanden wir die Mud Pools, wir haben versucht, die spritzenden Schlammhügelchen für euch so gut es geht auf Bildern einzufangen. Dann begaben wir uns zu einem wirklich großartigen Campingplatz, dem „Waikite Valley Thermal Pools Campground“ Zum Stellplatz bekam man unbegrenzten Zugang zu den Pools bis 21 Uhr am Abend und ab 6 Uhr in der Früh – sobald die Pools wieder mit frischem warmen Wasser gefüllt waren. Das Beste war, das Wasser hat nicht nach Schwefel gerochen!!!!

Nach einem entspannten Besuch der Pools in der Früh, fuhren wir weiter Richtung Taupo und erkundeten uns nach der Wetterlage am „Tangariro Alpine Crossing“-Weg, eine Tageswanderung, die wir wirklich gerne gemacht hätten. Leider sah es wettertechnisch sehr schlecht aus und wir beschlossen, dass wir irgendwann zurückkommen müssen um diesen Wanderweg zu gehen. Die Jahreszeit bring in den Bergen  noch sehr viel Schnee und schlechtes Wetter mit sich. Eine Hubschrauberrettung – wie sie in den letzten Tagen von vielen Wanderern beansprucht wurde –  wollten wir dann doch vermeiden…

Wir fuhren trotzdem in den Tongariro Nationalpark und sahen uns die beeindruckenden Vulkane, mit ihren schneebedeckten Spitzen aus der Ferne an und machten eine kurze zweistündige Wanderung. Dieser Spaziergang durch Mordor hat uns keinerlei Orksichtigungen beschert, wir wissen jetzt allerdings wie Sauron seinen Schicksalsberg in der „off bad boy season“ benutzt – er finanziert sich in mageren Zeiten durch den Betrieb eines Skigebiets… Auch der Böseste von Mittelerde muss über den Winter kommen. Und Noch eine Einnahmequelle – Sauron scheint das Grand Budapest Hotel zu betreiben. Wirklich beeindruckend.

Weiter gings dann entlang des Wanganui National Park in Richtung Wanganui, da haben wir auch übernachtet.

Liebe Grüße, Paul und Christina

 

Hobbiton

Vor unserem Hobbiton Besuch haben wir uns noch schnell in einem kleinen, gemütlichen Cafe in Matamata gestärkt, denn Paul hat sich French Toast gewünscht, und natürlich auch bekommen :).

Hobbiton ist sehr touristisch, war aber trotzdem eine Muss auf unserem Reiseplan. Wenn man schon mal da ist, kann man ja rein schauen.

Das Dorf, das eigentlich irgendwo im Auenland zu finden sein sollte, ist wunderbar anzusehen und mit vielen kleinen Details geschmückt. Wir waren an dem Tag mit der ersten Besuchergruppe da und hatten so das ganze Gelände fast für uns alleine. Eigentlich ist das ganze kein Dorf, sondern das ehemalige Filmset von den „Hobbit“ und „Herr der Ringe“ Filmen. Unser Guide hat uns mit vielen kleinen Infos zu den Dreharbeiten versorgt. Wir wussten zum Beispiel nicht, dass neuseeländischen Schafe zu neumodisch für Peter Jackson waren, und deshalb eigene Filmschafe aus England importiert wurden… Irre irgendwie. Die Hobbit Holes haben unterschiedliche Maßstäbe, um Hobbits klein und Menschen groß erscheinen zu lassen.

Die Tour hat sich gelohnt, würden wir ein zweites Mal zum ersten Mal in Neuseeland sein, würden wir wieder hier vorbei kommen ☺️

Nach der Tour war Paul natürlich wieder knapp am verhungern… Wie soll es denn auch anders sein – so haben wir einen Stopp im „Blueberry Cafe“ gemacht und uns mit unglaublich leckeren Blueberry Pancakes versorgt!

Grüße ans andere Ende der Welt,
Christina und Paul

Coromandel-Halbinsel

Der neue Tag hat mit einem Käse-Rosmarin-Scone begonnen… Was gibt’s Besseres. Guten Kaffee gab’s natürlich auch. Gut gestärkt fuhren wir dann los in den Tag hinein, rund um die Coromandel-Halbinsel, die Straße ging rauf und runter und wie immer haben sie sich in hunderten Kurven die Küste entlang die Berge hinauf und hinunter gewunden. Man fährt hier (fast) nie gerade aus…

Eines unserer Highlights des Tages war die Cathedral-Cove (Te Whanganui-A-Hei Marine Reserve) – ein wunderschöner Strand am Meer, geteilt durch einen Felsbrocken, nur zu Fuß erreichbar.

Danach ging es weiter zum Hot Water Beach. Unter dem Strand befinden sich heiße Gesteinsschichten, Reste vulkanischer Aktivitäten in dem Gebiet. Aufgrund dessen steigt sehr warmes Wasser durch den Sand zur Strandoberfläche auf. Gräbt man bei Ebbe an der richtigen Stelle ein Loch im Sand, sammelt sich darin das warme (teilweise sogar sehr heiße – je nach dem) Wasser und man hat einen privaten Pool direkt am Meer – wenn da nicht noch viele andere Poolgräber gewesen wären. Lustig wars trotzdem.

Übernachtet haben wir in der Gegend von Matamata an einem Fluss, da haben wir dann unsere ersten Sandfliegen kennen gelernt… Die Mistviecher beißen sehr schnell und die Bisse jucken deutlich mehr als Gelsenstiche- Wir haben uns gleich nach dieser Begegnung auch ein besonders starkes Mittel gegen diese Fliegen besorgt, beim nächsten Angriff sehen wir dann ob es wirkt. They will not bite!!!!

 

Kauribäume und eine lange Fahrt

Hallo ihr lieben Mitleser,

heute waren wir in einem Kauriwald wandern. Wir sind im letzten zusammenhängenden Kauriwald ca. 2 Stunden herum gewandert und haben uns die größten verbleibenden Kauribäume Neuseelands angesehen. Es gibt zwar nicht mehr viele davon, aber groß sind sie trotzdem.

Danach sind wir lange Auto gefahren und sind jetzt auf der Coromandel-Halbinsel, genauer in Thames.

Morgen schauen wir uns diese genauer an und graben uns einen Pool am Hot Water Beach 🙂

Liebe Grüße, Christina und Paul

Whangarei und wir als Höhlenforscher 

Gleich nach der Autoübernahme ging es los in Richtung Norden. An den Linksverkehr haben wir uns schnell wieder gewöhnt. Nur unsere Scheiben wischt Paul öfter als gewollt, dafür blinkt er nicht immer…

Am Weg nach Whangarei haben wir den Einstieg in die Waipu Cave gewagt, genau soweit, dass uns das Wasser gerade nicht in unsere Wanderschuhe oben hinein geronnen ist :). Anders als in Österreich üblich, kann man hier viele Höhlen auf eigene Faust erkunden (ungesichert und unbeleuchtet, auf eigene Gefahr). Das war schon ziemlich aufregend. Der Eingang der Waipu Cave war ziemlich rutschig und nass, wir wurden aber mit unsere ersten Glühwürmchen belohnt. Viele waren es aber nicht.

Nachdem wir unsere erste Nacht auf einem für Camper vorgesehenen Parkplatz in Whangarei verbracht haben (etwas mulmig war uns schon), haben wir von dort aus die nahe gelegenen Abbey Caves besucht. Es gibt einen kurzen Rundgang, der an drei Höhlen vorbeiführt. Diesmal haben wir uns schon viel weiter in die Höhlen getraut und sahen viel mehr Glühwürmchen als noch am Tag zuvor. Die Decke sah fast aus wie die Milchstraße. Christina hat sich in der 3. Höhle übrigens wahnsinnig vor einem Aal (glauben wir) erschreckt und war froh als sie wieder draußen war. In den Höhlen waren wir froh, dass es hier absolut keine giftigen Tiere gibt… Bleiben nur noch die Zombies 😛 …

Danach haben wir uns noch einen tollen Garten angesehen und uns wieder einmal leckeren Kaffee gegönnt. Zum Schluss gabs noch ne Dosis Hundertwasser in Form von Toiletten in der Ortschaft Kawakawa, in der er seinen Lebensabend verbracht hat.

Diesmal haben wir in der kleinen Ortschaft Kaeo übernachtet. Das indische Lokal war der Hammer, so ein gutes Abendessen haben wir da ehrlich gesagt nicht erwartet.