French Toast und ein großes neuseeländisches Frühstück
Auto ist zurückgegeben, wir sitzen auch schon am Flughafen und warten auf unseren Flug.
Reisen, am besten immer
Als wir in Dunedin waren war das Wetter bewölkt und regnerisch und auch die Vorhersage für die Region um Mt. Cook lies für die nächsten Tage kaum auf Sonnenschein und blauen Himmel hoffen. Trotzdem entschieden wir uns in diese Richtung zu fahren und hatten dann doch ziemliches Wetterglück. Von der Sonne empfangen machten wir uns zu einer Wanderung in den Nationalpark auf.
Das beeindruckende Gebirgspanorama wurde von unzähligen Gletscherstürzen, Lawinen und der daraus resultierenden Geräuschskulisse begleitet. Wir waren natürlich in sicherer Entfernung ;). Kurz gaben uns die Wolken die Sicht auf den Low- und den Middle-Peak des Mt. Cook frei.
Am Abend ging es dann begleitet von dunklen Wolken wieder Richtung Ostküste. Drei Nächste noch 🙂
Nachdem uns die 8Uhr Fähre gut zurück nach Bluff gebracht hat sind wir über die Catlins in Richtung Dunedin gefahren…
Die Catlins haben uns wieder eine neue Seite von Neuseeland gezeigt. Diesmal haben wir einen versteinerten Wald, Seelöwen und Wasserfälle gesehen. An einem Strand ist sogar einige Hektor-Delfine ganz nah an uns vorbei geschwommen, wir konnten es kaum glauben. Und wie immer Golfplätze überall, wirklich überall ?.
Wir fahren auch immer gerne zu den Leuchttürmen, die Spaziergänge zu diesen gefallen uns meistens besonders gut.
Auf unserer Fahrt kamen wir auch am südlichsten Punkt der neuseeländischen Südinsel vorbei!
In Dunedin haben wir uns die Innenstadt angesehen, Ja wirklich, eine Stadt, nicht nur eine Ansammlung von ein paar Häusern. Dunedin wird das Edinburgh des Südens genannt und sieht anscheinend aus wie eine schottische Stadt. Da wir aber noch keine schottische Stadt gesehen haben, können wir das schwer beurteilen. Schön war es hier aber, speziell der botanische Garten und die Uni!
Weiter in Richtung Mt. Cook wurden wir von einer Steam Punk Sammlung überrascht und bei den Moeraki Boulders habe wir auch noch vorbeigeschaut…
Und wieder haben wir ein Schiff gebraucht, um unser Ziel zu erreichen. Diesmal war es aber ein sehr kleines. Die Personenfähre von Bluff nach Oban (Stewart Island) hat sich schaukelnd durch die hohen Wellen der Foveaux Strait gekämpft, zum großen Leidwesen von Christina…
Wir sind aber wie immer gut angekommen und haben sofort begonnen die Insel zu erkunden. Zuerst musste die Unterkunft gefunden werden. Nicht auf vier Räder, sondern auf solidem Untergrund und mit 4 festen Wänden ?.
In der Nacht haben wir unsere Erkundungstour fortgesetzt. Gegen 10 am Abend haben wir uns mit Taschenlampen bewaffnet ins Inselhinterland gewagt um Kiwis aufzuspüren. Zuerst ohne Erfolg. Aber dann, ohne Vorwarnung, direkt am Straßenrand, wurde Paul von einer braunen Kugel erschreckt, die wie aus dem Nichts auftauchte… Eine Sekunde früher war da nichts (behauptet er)….. Voller Adrenalin hat er das Ding dann erkannt! Ein Kiwi! Ein ca. 40 cm hoher Kiwi huschte vor uns auf die Straße und blieb ca 15 Sekunden vor uns stehen. Er drehte sich zu uns, starrte uns kurz an und verschwand dann gelangweilt im Busch und lies uns sprachlos zurück. Da wir ihn nicht blitzen wollten haben wir kein Photo von ihm…
Wahnsinn! Wir haben einen Kiwi gesehen! Am Rückweg zur Unterkunft haben wir noch einen zweiten, weiter entfernten gesichtet, ihn aber nicht genauer bestaunen können. Aber der erste war 20 cm neben uns ☺️ Aufregend!
Am Tag darauf machten wir eine ausgedehnte Wanderung auf der Insel und haben zu unserer Verwunderung mitten am Berg, im Regenwald, im Matsch ein Huhn gefunden… Creepy irgendwie. Am Abend gab’s super leckere grüne Muscheln und noch einen Kiwi-Spotting-Versuch, wir haben aber keinen mehr gesehen nur einen gehört.
Die Schifffahrt zurück zur Südinsel war harmlos, Christina hat sich gefreut ?
Gestern um 12 Uhr mittags sind wir über den Lake Manapouri in Richtung Doubtfull Sound mit einem kleinen Katamaran aufgebrochen und heute Mittag sind wir wieder zurück gekommen. Das war definitiv eine der besten Ausflüge, die wir bis jetzt in Neuseeland unternommen haben.
Der Sound ist um ein Vielfaches aufregender und überwältigender als der Milford Sound. Den Sound selbst haben wir auf einem etwas größeren Schiff durchkreuzt. Wenn man Glück hat, kann man Delphine und Pinguine im Sound sehen und wir hatten Glück :). Wir haben fünf Delphine gesehen, einer ist direkt neben dem Schiff aus dem Wasser gesprungen. Auch mehrere der kleinen blauen Pinguine sind immer wieder neben dem Schiff aufgetaucht. Es war toll!
Besonders toll war die Möglichkeit einen Seitenarm des Soundes mit dem Kajak zu erkunden. Paul traute sich nach der Kajakfahrt sogar vom Boot aus ins Wasser zu springen – und es war um einiges kälter als er es erwartet hat.
Der Nachthimmel im Sound war atemberaubend! Ohne Lichtverschmutzung kann man die Milchstraße unglaublich gut sehen. Sie ist viel dichter als man das in Österreich vermuten könnte. Sie hat sich wunderbar über dem Sound zwischen den Bergspitzen als dichtes Band aufgespannt.
Obwohl wir in einer der regenreichsten Regionen der Welt waren, hat es keine Wolken am Himmel gegeben. Auch am nächsten Morgen wurden wir von der Sonne – und zwei sehr lauten Dieselmotoren – unter blauem Himmel aufgeweckt…. Einfach wunderschön!
Solltet ihr mal in der Nähe sein, macht diesen Schiffsausflug!
Nach Queenstown gings nach Te Anau. Nach dem Trubel in der Touristenhauptstadt von Otago haben wir wieder ein kleines verschlafenes Nest im Nationalparkgebiet bereist. Von hier aus haben wir uns einen Tag lang die Gegend des Milford Sound angesehen. Nach einer Bootfahrt durch den Sound haben wir noch die Key Summit Wanderung gemacht und ziemlich dreiste Keas bestaunt.
Die Meinung über die Keas geht bei uns beiden etwas auseinander 🙂 Paul findet die sehr süß, Christina schimpft immer mit ihnen, wenn sie ihr oder unserem Auto zu nahe kommen. Als sich drei von ihnen auf unser Auto gesetzt haben während wir beim Homer Tunnel auf das grüne Ampelsignal warteten, wars vorbei mit Christinas Sympathien für sie. Zum Glück kam ein anderes, Auto, das sie dann noch interessanter fanden. Es war dann aber sehr lustig anzusehen, wie sich die nächsten mit dem Problem herumgeärgert haben. Deren Auto war nur viel höher und sie mussten mit 6 Keas kämpfen 😀
Bei unserer Wanderung hatten wir einen beeindruckenden Ausblick auf Mount Christina.
Eines der Highlights unserer Reise steht uns jetzt kurz bevor. Wir werden morgen eine Doubtfull Sound Tour im Schiff mit üÜbernachtung am Schiff machen. Danach gehts auf die Stewart Island – zu den Kiwis.
Queenstown war aufregend. Seit Wellington waren wir endlich mal wieder in einer kleinen Stadt, die uns sehr gut gefallen hat. Es war unheimlich viel los, gab tolles Essen und schöne Plätze. Man kann hier so gut wie alles machen: Heli- und Flugzeugrundflüge, Fallschirm- und Bungeesprünge, Jetboattouren und Paragleiten. Wir haben uns für eine Jetboattour durch den Shotover River angemeldet. Man fährt mit einem kleinen Boot, das zu einem großen Teil aus einem 700 PS Jetmotor besteht, durch einen kleinen Canyon – es war wirklich aufregend, vor allem die 360° Drehungen.
Queenstown hat aber auch kulinarisch einiges zu bieten. Alleine Fergburger ist einen Besuch wert. Nach insgesamt zwei Besuchen haben wir vier Burger ausprobiert und waren restlos überzeugt, einen der besten Burgerläden ever (ever, ever…) besucht zu haben. Aber auch Fergbaker nebenan sollte man probieren. Endlich haben wir mal eine gute Pie gegessen.
Christina hat besonders an dem Queenstown Garden Gefallen gefunden, war aber auch nicht anders zu erwarten. Übernachtet haben wir an einem sehr schönen kleinen See östlich der Stadt. Lustig sind auch die oftmals sehr kreativen neuseeländischen Postkästen – „Save our mailboxes“.
„morgen solls regnen…“, fast aber nicht ganz. Kam aber mit einem Tag Verspätung.
Am Weg zum Franz-Josef-Glacier hatten wir gutes Wetter. Wir haben Zwischenstopps in Greymouth und Hokitika gemacht und uns über das schöne Wetter gefreut. In Hokitika gibts den Sunsetpoint. In Gegen Abend sind wir zur Okarito Lagoon gefahren und haben uns unser wohlverdientes Abendessen zubereitet. Steak. Lecker wars. Nur unsere besten Freunde, die Sandflies, haben uns etwas zu gern gehabt…
Während dem Paul gekocht hat, hat Christina nach Kiwis und anderen Vögeln Ausschau gehalten und hat auch viele gesehen, nur leider keinen Kiwi… Wir hoffen auf Stewart Island…
Weiter gings zum Franz-Josef-Glacier. Am Abend hatten wir eine tolle Aussicht auf die Gletscher. Wir haben uns noch schnell einen Ort zum Übernachten gesucht und auf eine Wanderung am nächsten Tag gefreut – nix da, es begann zu regnen. Es hat so fürchterlich geregnet, dass unser Auto in einer riesen Pfütze – fast einem See – aufgewacht ist. Man hat kaum 50 Meter weit gesehen… Das neben uns gestern noch ein Gletscher war, konnten wir nicht glauben… Aus unserem Plan, wandern zu gehen, wurde also nichts. Da der Wetterbericht keine Besserung in den nächsten Tagen vorhersagte, haben wir uns entschieden, ins Landesinnere, dem guten Wetter hinter herzufahren.
Zuerst nach Haast (mit Lammburger-Mittagspause :), dann über den Haast-Pass und weiter nach Wanaka. Da haben wir den Tag mit einer kleinen Wanderung auf den Mt. Iron und einem Spaziergang am Lake Wanaka abgeschlossen. Wanaka an sich ist eine süße kleine Stadt. Für neuseeländische Verhältnisse sogar etwas größer, mit mehreren Cafés und Restaurants. Weiter gings dann nach Queenstown.
Nach dem Wandertag haben wir uns auf Grund eines Tipps nach Kaikoura begeben. Da sieht man angeblich auf alle Fälle Delphine. Nix da… Keine Delphine… Aber immerhin hat sich auf dem Weg dahin einer der seltenen neuseeländischen Züge gezeigt und jede Menge Robben. In Kaikoura haben wir uns wieder eine kleine 10 km Wanderung – Peninsula Walkway – gegönnt, was unsere Füße im Nachhinein nicht so super gefunden haben. Das Lustige an dem Walk waren die Robben, die sind an mehreren Stellen im Weg gelegen und eine davon wurde aktiv bewacht.
Nach einer Nacht auf einer umgebauten Pferdekoppel neben einem irischen Pub samt leckeren Kilkenny haben wir nach Frühstück am Strand die gesamte Insel durchkreuzt und sind so über den Lewis-Pass nach Westport und weiter zu den Pancake Rocks gefahren. Wir haben also den Pazifik und die Tasmansee an einem Tag gesehen. Die Fahrt an sich war wie fast alles hier wunderschön und für unsere Füßchen sehr entspannend.
Die folgenden phantasievollen Felsen wollen wir euch auch nicht vorenthalten:
Zum Abschluss der heutigen Blogging-Session: Uns gehts gut, morgen solls regnen. Wir freuen uns über jeden weiteren Tag hier 🙂