Am 1.9. hat eine neue Ära des Reisens begonnen, um 17:30 wurde uns unser wunderbarer Chevrolet Cruze Kombi übergeben. Gebucht haben wir einen Wagen, der kleiner sein sollte als ein Polo, doch durch etwas Glück und der Tatsache, dass unsere reservierte Autoklasse nicht verfügbar war, haben wir halt ein größeres Auto bekommen. Nach der Übernahme haben wir uns sofort in Richtung Norden aufgemacht.
Nach der ersten Nacht in Borðeyri haben wir uns das Hexenmuseum in Hólmavik angesehen. Sehr zu empfehlen, es ist zwar klein, aber wirklich gut gemacht!
Der Weg dorthin hat uns wiedereinmal gezeigt, wie schön Island sein kann. Das Wetter war wieder super gut und direkt am Meer den Fjörden entlang zu fahren hat auch seinen Reiz. Nach maximal 5 Kurven ändert sich die Landschaft und zeigt dir eine neue Seite Islands. Und Schafe :), viele Schaaaaafe. Dumme Schafe und auch kluge Schafe. Welche Sorte man vor sich hat, erkennt man anhand der Ausweichtechnik des Schafes.
Am Ausgang des Dorfes Hólmavik haben wir zwei Tramper aufgelesen und sie den Rest des Tages mitgenommen. Nach unserem Trampingversuch zum Dettifoss wissen wir, wie hart das sein kann, deshalb konnten wir nicht anders. Das war ein ganz nettes Pärchen aus Prag und wir sollten sie nicht das letzte Mal mitgenommen habe.
Die Schwimmbäder in Island sind ja sowieso fein, findet man allerdings drei beheizte Hotpots mit Dusche mit Blick aufs Meer neben der Straße, in die man einfach so hinein hüpfen darf, ist das was ganz, ganz, ganz wahnsinnig Geniales! Dieses hier haben wir in Drangsnes gefunden.
An diesem Tag haben wir auch Robben in Fjorden gesehen
Die nächste Nacht haben wir in Súðavík verbacht, ein ebenso nettes Dörfchen mit einer Polarfuchsausstellung in einem Arctic Fox Center (mit einem echten Polarfuchs – Waisenkind Freddy), die wir auch besucht haben.
Weiter gings nach Suðureyri, einem kleinen Fischerdörfchen leider ohne Fischladen… das hat uns doch etwas enttäuscht, deshalb haben wir uns unser fischiges Abendessen dann in Ísafjörður, der größten Stadt der Westfjörde, kaufen müssen. Der Weg zwischen Ísafjörður und Suðureyri war sehr spannend, da wir durch einen größtenteils einspurigen Tunnel mussten. Bei Gegenverkehr gibt es aber genug Ausweichmöglichkeiten.
Weiter gings nach Pingeryi, wir sind am Weg dorthin aber noch wegen einer kleineren Wanderung stehen geblieben. Das hat zu einer sehr guten Unterhaltung mit zwei Münchnern geführt und uns ein leckeres, österreichischens Bier fürs Abendessen beschert.
In der folgenden Nacht haben wir dann Polarlichter gesehen! Das war der Wahnsinn! Weiße, sich bewegende Bänder, die sich über den Himmel gestreckt und uns zum Staunen gebracht. Bei längerer Belichtung wurden sie sogar grün :).
Am nächsten Morgen haben wir uns den kleinen, aber feinen botanischen Garten Skrudur angeschaut. Der wurde 1909 angelegt und lädt zum Verweilen ein!
Weiter gings zum wunderschönen Wasserfall Dynjandi. Das war zwar nicht der erste Wasserfall, den wir in den letzten Wochen gesehen haben, die gibts hier doch etwas häufiger zu bestaunen, aber so einen haben wir bis jetzt noch nicht gesehen. Es handelt sich eher um ein ganzes Netzwerk von Wasserfällen, die sich auf beeindruckende Art und Weise den Berg hinabstürzen. Das einzig Anstrengende an dem Wasserfall war die Schotterstraße dorthin, die Anfahrt und Weiterfahrt hat Stunden gedauert, wurde aber mit dem schönsten Schwimmbadbesuch der Reise in Patreksfjörður belohnt (wir waren nämlich die einzigen Gäste) .
Von dort sind wir zum westlichsten Punkt Europas gefahren! Wuhu, ja, wir waren dort, yay!
Nach einer Übernachtung mit Frühstücksbuffet in Flókalundur sind wir an Bjarkalundur, der Eingang zu dem größten Elfenpalast der Westfjörde, vorbeigefahren. Im Wesentlichen ist das ein Berg aus Basaltgestein , der eine besondere Form hat. Wir haben die Westfjorde verlassen und uns auf die Reise nach Snaefellsnes gemacht. Wir haben dort eine Pause in Stykkishólmur (der größte Ort auf der Halbinsel Snaefellsnes) eingelegt, uns den Naturhafen und den Leuchtturm angesehen und unsere Essensvorräte aufgefüllt.
Zwei Spaziergänge und unzählige Eindrücke später sind wir in Hellissandur angekommen, wo wir auch auf einem Campingplatz mitten in einem alten Lavafeld übernachtet haben.
Uns geht es nach etwas mehr als 1400 km im Auto noch immer und auch weiterhin super toll gut. Leider geht der Urlaub langsam zu Ende, aber irgendwann muss ja Schluss sein…
Liebe Grüße
Christina und Paul