Stinkende Quellen und verschneite Vulkane

Nach unserem Ausflug ins grüne Hügelland von Mittelerde ging weiter Richtung Schicksalsberg – Mount Ruapehu. Zwischendurch haben wir ein paar Orte besucht, an denen wir Christinas gefürchteten Schwefelgeruch nicht entkommen konnten. Rotorua, bekannt für seinen typischen Schwefelsauerstoffgeruch, gilt als Kurort. Wir können uns absolut nicht vorstellen wie man hier entspannen soll, wobei, vielleicht gewöhnt man sich mit der Zeit ja an den Geruch. Wir haben uns den Lake Rotorua mit seiner milchigen Schwefelfarbe angesehen und sind dann noch zum Green und Blue Lake gefahren, wobei wir farblich keine markanten Unterschiede erkennen konnten. Mag sein, dass das mit dem etwas regnerischen, bewölkten Wetter zu tun hatte. Das Wetter ändert sich hier (gefühlt) alle 15 Minuten, blauer Himmel – Regen und Sturm – Sonnenschein – leicht bewölkt…..

Besonders toll fanden wir die Mud Pools, wir haben versucht, die spritzenden Schlammhügelchen für euch so gut es geht auf Bildern einzufangen. Dann begaben wir uns zu einem wirklich großartigen Campingplatz, dem „Waikite Valley Thermal Pools Campground“ Zum Stellplatz bekam man unbegrenzten Zugang zu den Pools bis 21 Uhr am Abend und ab 6 Uhr in der Früh – sobald die Pools wieder mit frischem warmen Wasser gefüllt waren. Das Beste war, das Wasser hat nicht nach Schwefel gerochen!!!!

Nach einem entspannten Besuch der Pools in der Früh, fuhren wir weiter Richtung Taupo und erkundeten uns nach der Wetterlage am „Tangariro Alpine Crossing“-Weg, eine Tageswanderung, die wir wirklich gerne gemacht hätten. Leider sah es wettertechnisch sehr schlecht aus und wir beschlossen, dass wir irgendwann zurückkommen müssen um diesen Wanderweg zu gehen. Die Jahreszeit bring in den Bergen  noch sehr viel Schnee und schlechtes Wetter mit sich. Eine Hubschrauberrettung – wie sie in den letzten Tagen von vielen Wanderern beansprucht wurde –  wollten wir dann doch vermeiden…

Wir fuhren trotzdem in den Tongariro Nationalpark und sahen uns die beeindruckenden Vulkane, mit ihren schneebedeckten Spitzen aus der Ferne an und machten eine kurze zweistündige Wanderung. Dieser Spaziergang durch Mordor hat uns keinerlei Orksichtigungen beschert, wir wissen jetzt allerdings wie Sauron seinen Schicksalsberg in der „off bad boy season“ benutzt – er finanziert sich in mageren Zeiten durch den Betrieb eines Skigebiets… Auch der Böseste von Mittelerde muss über den Winter kommen. Und Noch eine Einnahmequelle – Sauron scheint das Grand Budapest Hotel zu betreiben. Wirklich beeindruckend.

Weiter gings dann entlang des Wanganui National Park in Richtung Wanganui, da haben wir auch übernachtet.

Liebe Grüße, Paul und Christina

 


2 Comments

  • Anni und Manfred

    7. September 2016

    Hallo ihr Lieben,

    den wunderschönen Bildern nach zu urteilen scheint es euch wirklich gut zu gehen,
    was uns sehr freut – wir bewundern euren Fleiß beim Schreiben und freuen uns über jede Nachricht.

    Wir können uns kaum vorstellen, dass ihr den Frühling genießen könnt.

    Weiterhin alles Gute und ganz, ganz liebe Grüße aus Maria Saal

    Anni und Manfred

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  • Jasmina und Robert

    7. September 2016

    Hallo ihr Zwei !

    Ihr seid ja echt ausdauernd am Bloggen! Sehr schön, weiter so 🙂

    Eure bisherige Route klingt toll – so weit sind wir damals nicht in den Norden gekommen. Die Sandflies sind wirklich extrem nervig, in der Tat um einiges hartnäckiger als unsere Mücken. Ich hoffe für euch dass sie im Süden weniger werden.

    Wenn euch die Diversität der Natur im Norden gefällt – dann könnt ihr euch auf die Südinsel freuen! Da müsst ihr unbedingt einen Durchquerung von Ost nach West oder umgekehrt machen – echt spannende Landschaften.

    Finde auch super dass ich bereits das erste Foto von Paul mit kurzer Hose und Schnee gesehen hab – respekt 😉

    Liebe Grüße aus Wien und schöne Überfahrt nach Picton!

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