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Island allgemein

Höfn und der Weg dorthin

Wir waren ja in Mývatn und sind dort durch die Gegend gewandert, aber auch wenns ach so schön war, man muss ja auch mal weiter.

Wir sind also wieder in den Bus gestiegen und haben eine ca. 450 km lange Strecke zurück gelegt, die mit Pausen ca. 7,5 h gedauert hat.
Schön war die Strecke, am Anfang gings durch Lavawüsten, dann durch Steinwüsten, dann ins Gebirge und zum Schluss durch Fjorde bis Höfn.

Höfn ist ein kleines, verträumtes Fischerdörfchen. Traumhaft am Meer gelegen kann man dort seinen Tag verbringen. Zu Fuß sollte man allerdings nicht unterwegs sein, da die schönen Wanderruten am Gebirge hinter Höfn liegen und somit leider 15 km entfernt sind und eine Wanderung plus Hin und Rückweg von 30 km doch recht viel ist. Also dachten wir uns, mieten wir doch ein Fahrrad und fahren dorthin, schöne Distanz, aber nichts da, es gibt um die Zeit keinen Fahrradverleih in Höfn. Wir haben also den Tag mit einem kurzen Spaziergang und einem ausgedehnten Besuch im Schwimmbad verbracht.

Wir sind hier auch das erste Mal im Urlaub richtig essen gegangen. Da der Ort berühmt dafür ist, waren wir Hummer essen, richtig leckeren Hummer.

Jetzt sind wir gerade in Skaftafell, da wollen wir wieder Bilder herzeigen, das geht aber erst, wenns Internet wieder flotter wird ☺

Noch ein kleines Statement zu den Vulkanaktivitäten: Wir sind ja jetzt im Süden und der gestrige kleine Ausbruch hat sich etwas nördlicher als erwartet ereignet, das bedeutet Wasser und sonstige Auswirkungen werden den Norden betreffen. Wir werden hier gut informiert, am Campingplatz sind Zettel mit Warnungen und Informationen ausgehängt und die Einheimischen erzählen uns auch immer das Neueste, so hat uns zum Beispiel eine Isländerin während unserer Wanderung angesprochen und uns sofort vom Ausbruch erzählt.
UPDATE:Nix und niemand ist ausgebrochen.

Uns gehts also wie immer besser als gut, liebe Grüße
Paul und Christina

Mývatn

Wir sind gerade hier in Reykjahlíð in der Mývatn Region und genießen den Sonnenuntergang und das Quaken der Entlein, von denen es hier nur so wimmelt. Es gibt hier nur noch etwas in größerer Zahl, Pauls Lieblingstiere – eher lieben es die Vieher, Pauls Tolleranzgrenzen auszutesten – die Fliegen. Sobald der Wind nachlässt, kommen sie in Scharen und attackieren seinen Kopf, Gott sei Dank hat er ein magisches Wunderzaubermittel dagegen, ein supertoll aussehendes Mückennetz, das man über den Kopf ziehen kann.

Gestern haben wir etwas Neues ausprobiert, „per Anhalter durchs Niemandsland“ . Wir wollten zum stärksten Wasserfall Europas, zum Dettifoss. Da fährt unser Bus nicht hin und Tagestouren sind arg teuer, deshalb hatte Paul die glorreiche Idee es wie so viele andere auf diese Weise zu versuchen. Tolle Idee… ein französischens und ein  amerikanischens Paar später habe wir den Wasserfall gesehen, zurück sind wir wieder mit den Amerikanern und einer super netten Isländerin mit ihren zwei Töchtern gefahren. Diese ist zuerst an uns vorbei gefahren, wir haben ihr aber scheinbar Leid getan, deshalb hat sie umgedreht und ist nach gefühlten 15 Minuten zurückgekehrt und hat uns während der Fahrt gleich über die letzten seismischen Aktivitäten Islands aufgeklärt. Das per Anhalter Fahren hat uns doch mehr Zeit, Nerven und Wärmereserven gekostet, deshalb haben wir uns gleich in der blauen Lagune des Nordens (Mývatn nature bath) wieder aufgewärmt. Der doch recht starke, beißend nach verfaulenden Eiern duftende Gestank hat zu einem eher kurzen Aufenthalt geführt, aber immerhin wissen wir jetzt, dass wir auf keinen Fall die richtige blaue Lagune aufsuchen werden.

Heute haben wir eine wunderschöne 18,5 km lange Wanderung in dieser Gegend gemacht und uns einige schöne Flecken angeschaut. Warum Paul auf dem letzten Bild so „cool und einzigartig“, laut Christina gewöhnungsbedürftig zzz… , schaut dürft ihr ergooglen.

Uns und unserem super tollen Zelt, den Schlafmatten, den Schlafsäcken, unserer gelangweilten Zeltlampe (es ist ja fast immer hell hier, weils ja ewig hell bleibt, auch wenn die Sonne untergeht, was allerdings den Vorteil hat, dass man laaaange wandern gehen kann, ohne dass es dunkel wird), …… geht’s noch immer ausgezeichnet 🙂
Chril und Paustina

Bye bye Akureyri

Wir haben uns gerade in den Bus nach Reykjahlíð und müssen uns von Akureyri verabschieden. Dieser Ort hat uns wirklich wahnsinnig gut gefallen.

Gestern haben wir uns kurz gewundert, dass auf einmal die ganze Stadt mit Touristen überschwemmt wurde, dann haben wir ein recht großes Kreuzfahrtschiff entdeckt, das vorgestern noch nicht da war…

Wir waren hier in Akureyri zwar zwei mal im Schwimmbad, freuen uns jetzt aber sehr auf die blaue Lagune des Nordens, das Jarðböðin við Mývatn (Naturbad Mývatn). 

Auf gehts, der Bus rollt los………..

Akureyri

Jetzt sind wir gerade in Akureyri.

Es regnet schon den ganzen Tag, deshalb sitzen wir in einem hübschen Kaffee und befüllen unseren Blog mit Texten und Bildern 🙂

Gestern haben wir das örtliche Schwimmbad besucht und alle Pools durchprobiert (27°, 29°, 37°, 38°, 39° und 43° C Wassertemperatur) und uns wieder richtig aufgewärmt. Zudem haben wir haben unsere Speisevorräte wieder aufgefüllt 😄.

Sollte es heute noch zu regnen aufhören, werden wir in den botanischen Garten gehen, da soll es alle Pflanzen geben, die in Island heimisch sind!

Hier in Island sind sehr viele Personen aus Deutschland unterwegs, es gibt auch viele französische Touristen und viele aus der Schweiz. Österreicher haben wir noch keine getroffen. Gestern haben wir mit zwei Slowaken zu Abend gegessen und bereisen seit mehreren Tagen mit einer sehr netten Schweizerin die gleiche Route :).

Wir leben noch und es geht uns gut :mrgreen:
Paul und Christina

Hveravellir und der Hotpot

Dann sind wir weiter nach Hveravellir. Das sind wieder mehrere heiße Quellen, neben denen ein Campingplatz liegt. Der Wind hat zwar auch hier gewütet, es gab hier allerdings einen sehr warmen Hotpot, der mit natürlichen 80-100 Grad heißem Wasser gespeist wurde. Genial um sich nach einer Wanderung aufzuwärmen ☺

Von hier aus sind wir zu einem erloschenen Vulkan gewandert und konnten uns dessen Krater mit erstarrtem Lavasee ansehen.

Kerlingarfjöll und der Wind

Der Weg von Gullfoss nach Kerlingarfjöll war keine Asphaltstraße mehr, nein es war eine Schotterpiste, wie sie in den Highlands üblich ist. Wir hatte die ganze Zeit blauen Himmel 🙂 kombiniert mit stärkeren Winden 😑
Wir hatten in der Nacht Temperaturen unter dem Nullpunkt, brrrr das war schon recht kalt.

Der Campingplatz von Kerlingarfjöll liegt unheimlich schön am Fuße eines Gebirges, das zwischen zwei Gletschern liegt und deshalb sehr windanfällig ist. Dementsprechend haben wir unser Zelt mit zusätzlichen Leinen und Steinen etwas windsicherer aufgestellt. In der ersten Nacht hatten wir Glück und es war fast windstill, in der zweiten dafür umso windiger.

In der Gegend haben wir zwei Wanderungen gemacht, eine zu heißen Quellen in den Bergen und eine Rundwanderung entlang eines Flusses und über einen langgezogenen Bergkamm. Die erste war landschaftlich spektakulär, wir hatten immer die Berge vor uns und gingen an dampfenden und nach Eier stinkenden Löchern und Spalten vorbei, die andere hat uns nahe an einen Gletscher gebracht und uns durch die verschiedensten Landschaften der Hochebene geführt und wir mussten zwei mal unsere Schuhe ausziehen und durch „reißende“ Bäche furten.

Geysir und Gullfoss

Nach ein paar Tagen in den Highlands von Island sind wir in der Lage zu schreiben „wahnsinnig schön war es da oben, aber auch kalt und windig“.

Gestartet sind wir vom Nationalpark Þingvellir nach Geysir, wo man wie der Name schon sagt Geysire, oder besser gesagt einen sehr aktiven Geysir bestaunen kann.
Alle 4-8 Minuten schießt ohne Vorwarnung eine Wassersäule in den Himmel, mal höher, mal niedriger.

Dann sind wir gleich weiter zum Gullfoss gefahren. Das ist ein riesen Wasserfall am Beginn der Highlands.

Danach gings weiter in Richtung Kerlingarfjöll.

Nationalpark Þingvellir


Heute sind wir mit dem Bus von Reykjavík zum Nationalpark Þingvellir [θiŋkvetlir] gefahren.

Sobald man die Stadt verlässt, kommt man auf kleine Landstraße und fährt nach nirgendwo. Es erstrecke ewig weite flache Landschaften umrandet von Bergen, auf denen sich unzählige Schafe tummeln, die auch gerne mal auf die Straße traben. Unser Busfahrer hat sich tierisch über die Schafe aufgeregt, weil er zwei mal doch recht stark wegen ihnen bremsen musste.

Wir campen heute auf einen wunderschönen Campingplatz mitten im Nationalpark Þingvellir. Hier sieht man, dass Island zerrissen wird und sich tiefe Gräben in der Landschaft bilden. Teilweise sind diese mit Wasser gefüllt, das unglaublich klar ist. Christina hat hier auch schon einen versteinerten Troll entdeckt.

Neben Schafen gibt es hier auch viele Gänse. Die sind überall, mal fliegen sie in V-Formation über dich drüber, dann sitzen sie wieder mitten auf der Straße oder verrichten ihre Notdurft am Campingplatz.

Dieser Campingplatz hat keine Küche, deshalb haben wir unseren wunderbar tollen und perfekt funktionierenden Sturmkocher eingeweiht. Es wurde Kaffee, Nudel mit Soße und Grießbrei gekocht! Einfach traumhaft!

Da es gerade schon etwas länger regnet, haben wir etwas mehr Zeit den Blog zu pflegen. Der Regen klingt übrigens herrlich und es ist komplett trocken im Zelt und kuschelig warm im Schlafsack 🙂

Morgen verlassen wir diesen wunderschönen Fleck Erde wieder und sind gespannt was uns erwarten wird.

Reykjavík und der erste Eindruck

Wir sind gut in Reykjavík angekommen und haben gleich unser Zelt aufgebaut und sind eingezogen 🙂
Das unser Zelt toll ist, das haben wir uns ja schon länger gedacht, aber als wir am Campingplatz eine Stadt vom Typ unseres Zeltes gesehen haben (siehe Bild)  waren wir doch etwas überrascht.

Danach sind einmal kurz durch die Stadt gelaufen. Ein schönes kleines Städtchen, man sieht, dass die Stadt recht jung ist, da zum Beispiel die meisten Straßen sehr großzügig angelegt wurden.
Als wir durch die Stadt gelaufen sind, sind wir auf eine Parade gestoßen, die sich als Pride Parade herausgestellt hat. Dieser Umzug zugunsten gleichgeschlechtlicher Paare und Singles war wirklich gut gemacht und unterhaltsam anzusehen.

Was einem hier auch gleich auffällt sind die Autos der Isländer. Viele sind wie wir sie kennen, allerdings gibt es arge Riesenfahrzeuge, meist Jeeps oder umgebaute amerikanische Vans, mit Reifen so breit und groß, da staunt man nicht schlecht!

Windig ist es hier, aber das war zu erwarten.