Busan und Pauls kurzer Ausflug nach Seoul

Busan ist sie zweitgrößte Stadt Südkoreas und enorm weitläufig, man fährt ewig von A nach B. Überall am Meer stehen hohe Hotel- und Bürotürme, im Landesinneren findet man irrsinnig viele Gebäudekomplexe, die meist in Gruppen – und innerhalb der Gruppen sehr einheitlich – das Stadtbild prägen. Die Stadt ist durch natürliche Barrieren – Berge und Inseln – in viele Teile aufgesplittet, dadurch gibts es viele verschiedene Stadtzentren, die weit von einander entfernt sind. Die Metro ist unbedingt notwendig, die Fahrten ziehen sich aber.

Was haben wir hier so gemacht? Wir waren auf einem Strandfestival, sind mit verschiedenen Seilbahnen gefahren, haben eine kleine Wanderung auf einem Berg gemacht und viel leckeres Essen verputzt.

Strandfestival? Ja, das war lustig. Paul wollte unbedingt mit einem speziellen Linienbus (Linie 1011) über zwei riesige Brücken fahren. Nach der zweiten haben wir einen Strand entdeckt, da waren Bühnen aufgebaut und er war auf einmal da… Er, einer der bekanntesten K-Pop Interpreten, der Schöpfer von Gangman Style… PSY! Oder ein Double, das ihn gut nachgemacht hat, jedenfalls gingen die Koreaner richtig ab zur Musik. Es war sehr lustig und – Essen gab’s auch gutes 😉

 

Boote, Brücken, Züge… Es gibt viele Dinge, die Paul faszinieren. So auch Seilbahnen. Uns was machen wir, wenn wir eine finden? Sie benutzen :). So sind wir vom Geumgang Park aus mit einem Cable Car auf den Mt. Geumjung gefahren und sind von da aus zum South Gate des Fortress gewandert und dann zu Fuß bergab gegangen, wir sagen euch mit Sandalen war das schon ganz schön herausfordernd. Wir haben auch noch nen wahnsinnig schönen Tempel gesehen. Der Beomeo-Tempel ist (glauben wir) der Größte in Busan und sehr beeindruckend.

 

Aber eine Seilbahn ist Paul nicht genug, nein!! Christina hat noch eine zweite für uns gefunden. Wie zweite war in der Tat eine Gondelbahn und gondelte uns vom Amnam Park, in dem es auch Dinosaurier gibt, über eine Bucht Richtung Songdo Beach transportiert. Unsere Kabine hatte sogar einen Glasboden, der war aber nicht ganz so aufregend, wie wir uns den vorgestellt haben, denn man sieht klarerweise die ganze Zeit nur Wasser.

 

Hinter jedem Hügel schaut Busan etwas anders aus. Meist unterscheiden sich die Wohnhauswälder in Form, Größe und Farbe, manchmal aber ändert sich das Stadbild komplett . Das Gamcheon Cultural Village ist das beste Beispiel dafür. Gelegen in einem steilen Hang, sind hier kleine aber sehr bunte Häuser angesiedelt. Mehr als 148 Stufen haben wir bei enormer Hitze und sehr hoher Luftfeuchtigkeit bezwungen, Literweise Wasser getrunken und uns gegen den drohenden Sonnenstich mit unseren Kappen geschützt … Aber schön wars hier!

 

In Busan gibt es auch den einzigen UN Friedhof auf unserer Erde. Er erinnert an die unzähligen gefallenen Soldaten verschiedenster Nationen im Koreakrieg in den 1950er Jahren. Die Anlage würdigt die Verteidiger des uns heute bekannten Südkoreas und tut das in sehr stimmiger Weise. Durch die Hitze waren wir fast die einzigen Besucher der Anlage und wurden von einer netten Mitarbeiterin, die uns einen Film mit Erklärungen zum Friedhof und zum Krieg vorspielte gefragt, ob uns die Hitze denn nichts ausmachen würde.

 

Paul hat dann doch etwas zuviel Sonne abbekommen, anders hätte sich Christina seinen abrupten, nächtlichen Ausflug nach Seoul nicht erklären können. Er musste UNBEDINGT ein League of Legends eSports-Event besuchen gehen… Leider finden zu unserer geplanten Soeul keine besuchbaren Spiele statt.. Er musste einfach los. Es hat sich auch ausgezahlt, die Koreaner haben ganz schön Stimmung gemacht 😀

 

Wir haben hier auch irrsinnig gut gegessen. Fisch, Fleisch, Streetfood, Supermarktessen.. Der Hammer war der Fischmarkt Jagalchi… Im Basement sucht man sich nen Fisch aus, im 1. Stock wird er dann zubereitet. (Wir haben uns einfach nur hingesetzt und gegessen). Bulgogi musste natürlich auch sein. Wir haben uns ein Lokal ausgesucht, der Chef unserer Unterkunft hat mitbekommen, in welches wir gehen wollten, hat uns schockiert aufgehalten und uns einen Tisch in seinem Lieblingslokal klar gemacht. Es war so koreanisch, dass er mitkommen musste, um uns unser Essen zu bestellen. Man hat dort nicht mal das Wort „Beer“ verstanden, das Bulgogi war geil.


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