Mit dem Shinkansen sind wir von Osaka nach Hiroschima gefahren und wie immer, wenn wir Zugfahren, freut Paul sich auf einen Snack im Zug. Was es diesmal wurde könnt ihr auf den folgenden Bildern sehen.
Hiroshima war eine wirklich interessante und informative Zeit unserer Japanreise. Vorweg aber, wie ihr es ja schon gewohnt seid, ein paar kulinarische Highlights unseres Aufenthalts.
Wir haben hier die allerbesten Oknomyakis gegessen, die wir in Japan finden konnten. Hier werden die eher als Schichtkuchen mit wahlweise Udon oder Soba Nudeln zubereitet und nicht als Omelette wie in Osaka. Auch die Sauce dazu hat uns hier besser geschmeckt.
Als zweites kulinarisches Erlebnis können wir euch von einer genialen Sushibar erzählen. Da haben wir verschiedenste Tuna-Arten ausprobiert. Bei uns bekommt man meist nur den mageren Tuna (Red Tuna), der ist ja an sich schon wahnsinnig lecker. Auf der Karte dieses Lokals gab es aber mehrere Arten zur Auswahl, die sich sehr in der Farbe, dem Fettgehalt und dem Geschmack voneinander unterschieden. Wir haben beispielsweise einen Yellow Fin Tuna, der hat ein viel helleres Fleisch, gekostet und als Krönung haben wir ein Sushi mit dem „Special Fatty Tuna“ (sozusagen das Kobe-Rind der Thunfische) bestellt. Das Stück Fisch am Sushireis ist uns im Mund zerschmolzen, ausgezeichnet! Aber auch der restliche Fisch war unglaublich frisch und lecker, Paul hat sich auch etwas in die „Sweet Shrimps“ verliebt.
Hiroshima hat aber mehr zu bieten als nur Essen. Wie wir alle wissen, würde hier im zweiten Weltkrieg eine der beiden amerikanischen Atombomben abgeworfen. Natürlich haben wir den Atomic Bomb Dome, den Friedenspark und das Peace Memorial Museum besucht. Der Dome lässt einen erschaudern, genau über dem Gebäude in 609 Metern Höhe ist die Bombe explodiert, es war also im Zentrum der Bombe, im Auge, daher wurde es nicht komplett zerstört. Danach sind wir weiter in das Museum. Die ganze Thematik wurde da sehr detailliert und anschaulich aufbereitet. Die Zeitzeugenberichte lassen einen erahnen, was die Bombe angerichtet haben muss. Erschreckend, aber solche Museen braucht die Welt, sowas darf nicht noch einmal passieren!
Am Tag darauf haben wir die Insel Miyajima besucht. Eine kurze Fahrt mit einer kleinen Fähre bringt einen auf eine Insel mit einem Schrein der bei Ebbe an Land und bei Flut im Wasser steht. Ach ja, hier gibt es ganz viele nicht scheue Rehe. Sie sind überall, fast wie Kühe in Indien. Zudem ist die Seilbahn auf den Mt. Misen eine tolle Aktivität, die man auf der Insel unternehmen kann und wenn Paul Seilbahn hört dann muss er damit fahren, wenn er schon mal da ist. Da sind wir natürlich rauf, ist ja klar, wir haben uns zwar das Round Ticket gekauft, am Berg war es aber so schön und auch die Temperatur wurde erträglicher, dass wir beschlossen zu Fuß runter zu wandern (unser Ticket nach unten haben wir zwei Wanderinnen, die gerade den Berg bestiegen, geschenkt). Der Weg war toll, etwas verunsichert haben uns zwar die hohe Zahl an Warnschilder wegen der Mamushi. Eine „very deadly Viper“ die uns auf dem Weg begegnen hätte können, wir hatten aber bis unten das Glück sie nicht persönlich kennen zu lernen. Wahrscheinlich bekommt die kein einziger Tourist zu sehen, ein bisschen einschüchternd waren die Warnschilder dann aber doch. Belohnt haben wir uns wie so oft mit japanischen Süßigkeiten.
Wir hatten zwei sehr feine Tage in Hiroshima und sind dann weiter nach Fukuoka gefahren.




























Anni und Manfred
6. August 2018Hallo liebes Ehepaar,
bei euren Schilderungen über das köstliche Essen oder den hervorragenden Berichten über die Sehenswürdigkeiten in Japan, wissen wir nicht ganz genau ob ihr bei Geo oder dem Guide Michelin anheuert. Ich glaube ihr würdet bei beiden eine gute Figur machen. Lasst uns aber auf alle Fälle weiterhin an euren Entdeckungen teilhaben.
Bis zu eurem nächsten kulinarischen Reisebericht – vielleicht schon aus Südkorea – wünschen euch aus der Heimat alles Gute
Anni und Manfred